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Rasse


Der Coton de Tuléar kommt von dort, wo der Pfeffer wächst. Er stammt aus Madagaskar, wo er halbwild in grösseren Rudeln gelebt hat.

Er ist ein kleiner Gesellschafts- und Begleithund mit einem langen, weissen, baumwollartigen Haarkleid und dunklen, ausdrucksvollen Augen.

Bild: Coton auf Kissen
Desiree Raj Karpat
Der “Coton”, wie man ihn in der Kurzform nennt erreicht je nach Geschlecht eine Widerristhöhe von 26 - 28 cm (+2cm/-1cm) bei Rüden bzw. 23 - 25 cm (+2cm/-1cm) bei Hündinnen und ein Gewicht von 3,5 - 6 Kilogramm. Das Haarkleid sollte im Idealfall weiss sein, wobei auch champagner-farbene oder graue Flecken (besonders an den Ohren) erlaubt sind.

Sein typischer Gang ist der Trab, wobei er aber meist froh und ausgelassen drollig durch die Gegend hopst. Er hängt mit Hingabe an seinem Menschenrudel und ist bereit, alles für sein Menschenrudel zu tun um zu gefallen. Er fühlt sich als Verbündeter im Team, darum fällt es ihm auch meist schwer lange alleine zu bleiben.

Er ist seiner Familie treu ergeben, möchte ihr unbedingt gefallen und ist daher in der Regel leicht erziehbar. Cotons sind zärtlich, verschmust, geduldig und überglücklich, wenn sie mit Herrchen oder Frauchen schlummern und dösen dürfen. Der Coton hat ein Herz aus Gold - wer es gewinnt, dem wird er als treuer Begleiter und Freund fürs Leben immer an der Seite bleiben.

Bild: Coton beim Spurt
Desiree Raj Karpat
Trotz dieser drolligen Eigenschaften darf man aber auch nicht die andere Seite des Coton vergessen. Er ist schnell, wendig, temperamentvoll und ausdauernd. Furcht ist ihm fremd, er ist erstaunlich gelenkig und beinahe katzenhaft athletisch, wodurch er auch der ideale Hund für Agility, dem Freizeitsport mit Hunden ist. Aus diesem Grund sollte er nicht nur als Schosshund gesehen werden. Regelmässige Spaziergänge liebt er bei jedem Wetter, dabei spielt die Streckenlänge eher eine zweitrangige Rolle.

Im watteumbauschten Köpfchen des Coton sitzt ein eiserner Wille. Wenn er etwas haben will, dann bekommt er das auch - meistens. Darum benötigt der Coton eine gewisse Erziehung, auch wenn dies manchmal schwerfällt, wenn er furchtbar treuherzig aus seinen kugelrunden, bettelnden, schwarzen Augen schaut.

Cotons sind ideale Wohnungs- und Familienhunde und kommen in der Regel mit allen Haustieren und anderen Hunden freundschaftlich aus. Wegen seiner fehlenden Unterwolle hat er keinen saisonbedingten Fellwechsel und verliert, wenn überhaupt nur sehr wenig Haare. Dafür muss man ihn aber auch nach einem Spaziergang im Regen sofort abtrocknen.

Sein weiches Fell benötigt jedoch eine regelmässige , intensive Pflege mit Bürsten und Kämmen. Wird dies versäumt, können die Haare verfilzen, und dann hilft nur noch Abschneiden, und das ist heikel, dauert doch das Nachwachsen der Haarpracht etliche Monate.